Nach 2 Wochen mal wieder ein Lebenszeichen von mir.
Wie schon letztes Mal geschrieben, nahm ich in diesen 2 Wochen (genauer gesagt 10 Tage) an einer organisierten Fahrt nach Helsinki, St. Petersburg und Moskau teil.
Los ging es am Montagabend am Fährterminal der Vikingline in Stockholm. Bevor wir allerdings dort ankamen, mussten wir (besser gesagt die Swebus Fahrerin) sich durch den schwedischen Feierabendverkehr schlagen. Als eine der letzten Gruppen kamen wir in Stockholm an. Knapp 100 schwedische Austauschstudenten (also auch von anderen Unis) bestiegen dann das Schiff nach Turku (Finnland).
Nachdem der Duty-free Shop geplündert wurde, startete ein langer Abend...
Dienstagmorgens um 6.30h ging es in die Busse nach Helsinki. In Helsinki gab es dann erst mal eine kleine Sightseeing Tour. Schöne Stadt! Richtig tolles Flair und dabei schön Übersichtlich.
Als wir ankamen durften wir uns über tolles Wetter freuen - leider aber nicht lange!
Ein Tiefdruckgebiet sorgte für Regen aber vor allem für sehr viel Wind...
Auch nicht so toll war die Reiseplanung: nur 1 Tag (eher einen halben) in Helsinki. Durch die früheinbrechende Nacht war natürlich das Erkunden der Stadt nur eingeschränkt möglich.
Zudem suchten wir dann 2h nach einem finnischen Restaurant...
Fanden taten wir nur hochpreisiges, sodass wir in einer Pizzeria landeten (auch sowas gibt’s in Finnland):D
Das Hotel dagegen war sehr ansprechend und Businessclass. Ein Zimmer im obersten Stockwerk komplimentierte den guten Eindruck.
Am nächsten morgen ging es dann weiter gen Russland.
Die Einreise sollte kein Problem darstellen, da alle ein Visum bekommen hatten. Allerdings reicht das den Leuten in Russland noch nicht und so durften wir noch ein paar Zettel ausfüllen. Auf der russischen Seite durften wir dann mal gleich noch etwas Eisernen Vorhang spüren. Zuerst Passkontrolle hinterm Grenzverlauf, dann 500m weiterAussteigen und Busuntersuchung. Dann nochmal 200m später Visakontrolle.
Am Grenzübergang dauerte es dann noch ne Weile, da nur eine Beamtin 100 Leute abfertigte...als eine weitere Reisegruppe kam, wurde zwar noch eine weiterer Platz besetzt, aber schnell wieder geräumt...und so brauchten wir 9h um 400km zurück zu legen.
Schon auf der finnischen Seite lag schon eine geschlossene Schneedecke, welche in Russland noch dicker wurde - verursacht durch erwähntes Tief...Bei Vyborg kam noch ein russischer Geldtauscher an Bord - mit einem Bündel Monopoly Geld - bei näherer Betrachtung handelte es sich doch um Rubel ;)
Mit der Zeit wurde es dann ein schöner kleiner Schneesturm, welcher für Chaos auf der Straße sorgte. Teilweise alle 3km lagen LKW im Graben. Nachdem wir Heil in St. Petersburg ankamen, durfte man endlich mal russische Luft schnuppern.
Und um es vorweg zu nehmen: es ist so wie man es ich vorstellt.
Altes und neues Russland dicht an dicht beieinander. Alte Betonbunker neben modernen Apartmentgebäuden, S-Klasse neben rostigem Lada.
Wir wohnten im relativ zentral gelegenen Azimuth Hotel einem modernisierten Sowjethotel.
Die Ausstattung war richtig gut - alles sauber. Aber wie in ganz Russland auch: von außen und von weitem schön und gut, aber im Detail einfach Schlamperei. Meist das alte nur dick überstrichen oder unzureichend verfugt...
So sollte man es wirklich unterlassen in die Hausgänge zu schauen...;-)
Abends erkundeten wir noch etwas die Gegend und gingen noch essen. Wir blieben in einem chinesischen Restaurant hängen. Dort wurden uns gesagt wir hätten neben dem essen auch noch per Zeit bezahlen. Nach etwas Verhandlung konnten wir das noch etwas drücken. Soviel zu andere Länder andere Sitten.
Am Donnerstag gab es dann eine Sightseeing-Tour durch diese wirklich wunderschöne Stadt. Danach besuchten wir noch das Hermitage Museum – das zweitgrößte Kunstmuseum der Welt - u.a. Frühzeit bis zu aktuellen Werken.
Räume voll mit Rembrandts, Rubens, Michelangelos, Picassos, Monets...usw. Wie der russische Stadt zu diesen Werken kam, kann man sich ja in etwa vorstellen.
Weitere Besonderheit in russischen Sehenswürdigkeiten ist zudem, dass man für das Fotografieren noch extra zahlen soll. Obwohl fast überall eine Aufsicht sitzt (ja in jedem Raum), kann man dennoch ungestört Fotos machen ;)
Abends habe ich dann mal im Hotelrestaurant noch russische Küche probiert - Hähnchen Kiev: frittiertes Hähnchen mit einem Art Kartoffelsalat. War ganz gut. Danach haben wir noch ein paar Kneipen von innen angeschaut. Eine Herausforderung wenn niemand englisch spricht (nein ich meinte nicht uns sondern die russischen Bedienungen :D)...
Die erste Bar war echt gut. Nett eingerichtet und dann noch russische Livemusik. Die zweite war eher eine Disco und wartete mit Überraschungen auf: als Bier gab’s tatsächlich Weißbier aus Österreich... Bier aus dem deutschsprachigen Gebiets ist hier wirklich sehr beliebt. Erdinger z.B. kann man fast überall kaufen (soviel zum Werbespruch „In Bayern daheim, in der Welt zuhause“)...
Am nächsten morgen ging es nach Puschkin (nein, die Stadt ist nicht nach einer deutschen Wodkamarke benannt, sondern Russlands bestem Dichter). Eine wunderschöner Winterpalast kann man dort sehen in dem u.a. Ein Nachbau des Bernsteinzimmers zu sehen ist (aber ich bezweifle, dass es so klein war ;)...Anekdote am Rande: Fotos durfte man im Gegensatz zum Rest des Palastes nicht machen - Begründung: Das Zimmer könnte beschädigt werden :D
Mittags liefen wir noch einige Punkte in der Innenstadt ab...
Abends ging es dann über Nacht nach Moskau. Nach einer unruhigen Busfahrt durch den starken Schneefall und durch viele laute Spanier im hinteren Teil des Busses war es eine Tortur. Auch die vielen Schlaglöcher ließen kaum schlaf zu (da sagt noch einer deutsche Straßen sind schlecht).
In Moskau gab es erst mal eine Stadtrundfahrt. Der erste Eindruck war, dass Moskau wesentlich anders ist wie St. Petersburg. Die Stadt wirkt nicht so auf Schuss und alles ist etwas uneinheitlich Gegensatz zur nördlichen Stadt.
Zudem wirkt alles größer (was auch stimmt da Moskau doppelt so groß ist, aber noch verstärkt wird dieser Eindruck durch die Tatsache, dass überall Hochhäuser stehen (besonders an den Hängen und auf den Hügeln).
Wir checkten im Vega Hotel ein - wieder ein altes Sowjethotel, gebaut für die Olympiade 1980 – welches von außen uneinladend wirkte, aber innen war es wirklich super, fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt und schauten uns etwas um (Gorkin-Park zB…genau! Der aus dem berühmten Lied der Scorpions...)
An einer Metrostation kamen wir mit einigen nicht ehrlichen Polizisten in Kontakt. Einer aus unserer Gruppe trug einer dieser (Falsch-)Pelzmützen (für Touristen) mit einem Zarenadler drauf (typisches Zeichen hier). Unter dem Vorwand, dass dies verboten wäre wurde zwei kleine Durchsuchung durchgeführt - mit dem Ergebnis, dass einem 50 Euro und 500 Rubel (ca. 16€) fehlten...was er zu spät bemerkte...
Nach einem guten Abendessen ging es ins Hotel zurück.
Am nächsten Tag stand noch ne Kremltour auf dem Programm und wir schauten noch einige Museen an. War echt toll auch wenn der Wind wie verrückt blies. Dann war Moskau auch schon vorbei. Über Nacht ging es wieder nach Petersburg.
Dort legten wir einen Brückentag ein, denn wir nutzen um nochmals die Gegend zu erkunden.
Am folgenden Tag war dann die Überfahrt nach Finnland (Turku) angesetzt. Noch einmal ging es über die Grenze. Allerdings hatte sich wohl jemand hochrangiges ankündigt, da Helikopter flogen, ein Kamerateam da war und so der Duty-Free Shop geschlossen hatte. Somit mussten wir einen anderen Weg finden die aufgehobenen Rubel auszugeben. Am Shop hinter der russischen Grenze konnten wir noch in einem Shop ausgeben. Nach ein paar stunden fahrt kamen wir doch zu früh am Hafen von Turku an, sodass wir noch ein richtiges Highlight erleben durften! Die Innenstadt von Turku! Was da gibt?...nichts besonderes ;)! Die Fahrt dorthin war zumindest noch lustig weil der viele Schnee zur Schneeballschlacht genutzt wurde ;
Über Nacht ging es nach Stockholm und dann war diese tolle Russlandreise zu Ende.
Nachdem der Duty-free Shop geplündert wurde, startete ein langer Abend...
Dienstagmorgens um 6.30h ging es in die Busse nach Helsinki. In Helsinki gab es dann erst mal eine kleine Sightseeing Tour. Schöne Stadt! Richtig tolles Flair und dabei schön Übersichtlich.
Als wir ankamen durften wir uns über tolles Wetter freuen - leider aber nicht lange!
Ein Tiefdruckgebiet sorgte für Regen aber vor allem für sehr viel Wind...
Auch nicht so toll war die Reiseplanung: nur 1 Tag (eher einen halben) in Helsinki. Durch die früheinbrechende Nacht war natürlich das Erkunden der Stadt nur eingeschränkt möglich.
Zudem suchten wir dann 2h nach einem finnischen Restaurant...
Fanden taten wir nur hochpreisiges, sodass wir in einer Pizzeria landeten (auch sowas gibt’s in Finnland):D
Das Hotel dagegen war sehr ansprechend und Businessclass. Ein Zimmer im obersten Stockwerk komplimentierte den guten Eindruck.
Am nächsten morgen ging es dann weiter gen Russland.
Die Einreise sollte kein Problem darstellen, da alle ein Visum bekommen hatten. Allerdings reicht das den Leuten in Russland noch nicht und so durften wir noch ein paar Zettel ausfüllen. Auf der russischen Seite durften wir dann mal gleich noch etwas Eisernen Vorhang spüren. Zuerst Passkontrolle hinterm Grenzverlauf, dann 500m weiterAussteigen und Busuntersuchung. Dann nochmal 200m später Visakontrolle.
Am Grenzübergang dauerte es dann noch ne Weile, da nur eine Beamtin 100 Leute abfertigte...als eine weitere Reisegruppe kam, wurde zwar noch eine weiterer Platz besetzt, aber schnell wieder geräumt...und so brauchten wir 9h um 400km zurück zu legen.
Schon auf der finnischen Seite lag schon eine geschlossene Schneedecke, welche in Russland noch dicker wurde - verursacht durch erwähntes Tief...Bei Vyborg kam noch ein russischer Geldtauscher an Bord - mit einem Bündel Monopoly Geld - bei näherer Betrachtung handelte es sich doch um Rubel ;)
Mit der Zeit wurde es dann ein schöner kleiner Schneesturm, welcher für Chaos auf der Straße sorgte. Teilweise alle 3km lagen LKW im Graben. Nachdem wir Heil in St. Petersburg ankamen, durfte man endlich mal russische Luft schnuppern.
Und um es vorweg zu nehmen: es ist so wie man es ich vorstellt.
Altes und neues Russland dicht an dicht beieinander. Alte Betonbunker neben modernen Apartmentgebäuden, S-Klasse neben rostigem Lada.
Wir wohnten im relativ zentral gelegenen Azimuth Hotel einem modernisierten Sowjethotel.
Die Ausstattung war richtig gut - alles sauber. Aber wie in ganz Russland auch: von außen und von weitem schön und gut, aber im Detail einfach Schlamperei. Meist das alte nur dick überstrichen oder unzureichend verfugt...
So sollte man es wirklich unterlassen in die Hausgänge zu schauen...;-)
Abends erkundeten wir noch etwas die Gegend und gingen noch essen. Wir blieben in einem chinesischen Restaurant hängen. Dort wurden uns gesagt wir hätten neben dem essen auch noch per Zeit bezahlen. Nach etwas Verhandlung konnten wir das noch etwas drücken. Soviel zu andere Länder andere Sitten.
Am Donnerstag gab es dann eine Sightseeing-Tour durch diese wirklich wunderschöne Stadt. Danach besuchten wir noch das Hermitage Museum – das zweitgrößte Kunstmuseum der Welt - u.a. Frühzeit bis zu aktuellen Werken.
Räume voll mit Rembrandts, Rubens, Michelangelos, Picassos, Monets...usw. Wie der russische Stadt zu diesen Werken kam, kann man sich ja in etwa vorstellen.
Weitere Besonderheit in russischen Sehenswürdigkeiten ist zudem, dass man für das Fotografieren noch extra zahlen soll. Obwohl fast überall eine Aufsicht sitzt (ja in jedem Raum), kann man dennoch ungestört Fotos machen ;)
Abends habe ich dann mal im Hotelrestaurant noch russische Küche probiert - Hähnchen Kiev: frittiertes Hähnchen mit einem Art Kartoffelsalat. War ganz gut. Danach haben wir noch ein paar Kneipen von innen angeschaut. Eine Herausforderung wenn niemand englisch spricht (nein ich meinte nicht uns sondern die russischen Bedienungen :D)...
Die erste Bar war echt gut. Nett eingerichtet und dann noch russische Livemusik. Die zweite war eher eine Disco und wartete mit Überraschungen auf: als Bier gab’s tatsächlich Weißbier aus Österreich... Bier aus dem deutschsprachigen Gebiets ist hier wirklich sehr beliebt. Erdinger z.B. kann man fast überall kaufen (soviel zum Werbespruch „In Bayern daheim, in der Welt zuhause“)...
Am nächsten morgen ging es nach Puschkin (nein, die Stadt ist nicht nach einer deutschen Wodkamarke benannt, sondern Russlands bestem Dichter). Eine wunderschöner Winterpalast kann man dort sehen in dem u.a. Ein Nachbau des Bernsteinzimmers zu sehen ist (aber ich bezweifle, dass es so klein war ;)...Anekdote am Rande: Fotos durfte man im Gegensatz zum Rest des Palastes nicht machen - Begründung: Das Zimmer könnte beschädigt werden :D
Mittags liefen wir noch einige Punkte in der Innenstadt ab...
Abends ging es dann über Nacht nach Moskau. Nach einer unruhigen Busfahrt durch den starken Schneefall und durch viele laute Spanier im hinteren Teil des Busses war es eine Tortur. Auch die vielen Schlaglöcher ließen kaum schlaf zu (da sagt noch einer deutsche Straßen sind schlecht).
In Moskau gab es erst mal eine Stadtrundfahrt. Der erste Eindruck war, dass Moskau wesentlich anders ist wie St. Petersburg. Die Stadt wirkt nicht so auf Schuss und alles ist etwas uneinheitlich Gegensatz zur nördlichen Stadt.
Zudem wirkt alles größer (was auch stimmt da Moskau doppelt so groß ist, aber noch verstärkt wird dieser Eindruck durch die Tatsache, dass überall Hochhäuser stehen (besonders an den Hängen und auf den Hügeln).
Wir checkten im Vega Hotel ein - wieder ein altes Sowjethotel, gebaut für die Olympiade 1980 – welches von außen uneinladend wirkte, aber innen war es wirklich super, fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt und schauten uns etwas um (Gorkin-Park zB…genau! Der aus dem berühmten Lied der Scorpions...)
An einer Metrostation kamen wir mit einigen nicht ehrlichen Polizisten in Kontakt. Einer aus unserer Gruppe trug einer dieser (Falsch-)Pelzmützen (für Touristen) mit einem Zarenadler drauf (typisches Zeichen hier). Unter dem Vorwand, dass dies verboten wäre wurde zwei kleine Durchsuchung durchgeführt - mit dem Ergebnis, dass einem 50 Euro und 500 Rubel (ca. 16€) fehlten...was er zu spät bemerkte...
Nach einem guten Abendessen ging es ins Hotel zurück.
Am nächsten Tag stand noch ne Kremltour auf dem Programm und wir schauten noch einige Museen an. War echt toll auch wenn der Wind wie verrückt blies. Dann war Moskau auch schon vorbei. Über Nacht ging es wieder nach Petersburg.
Dort legten wir einen Brückentag ein, denn wir nutzen um nochmals die Gegend zu erkunden.
Am folgenden Tag war dann die Überfahrt nach Finnland (Turku) angesetzt. Noch einmal ging es über die Grenze. Allerdings hatte sich wohl jemand hochrangiges ankündigt, da Helikopter flogen, ein Kamerateam da war und so der Duty-Free Shop geschlossen hatte. Somit mussten wir einen anderen Weg finden die aufgehobenen Rubel auszugeben. Am Shop hinter der russischen Grenze konnten wir noch in einem Shop ausgeben. Nach ein paar stunden fahrt kamen wir doch zu früh am Hafen von Turku an, sodass wir noch ein richtiges Highlight erleben durften! Die Innenstadt von Turku! Was da gibt?...nichts besonderes ;)! Die Fahrt dorthin war zumindest noch lustig weil der viele Schnee zur Schneeballschlacht genutzt wurde ;
Über Nacht ging es nach Stockholm und dann war diese tolle Russlandreise zu Ende.
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