Samstag, 20. September 2008

Kanutour und Besuch aus Deutschland



So jetzt melde ich mich auch mal wieder:
Zuerst möchte ich noch was vom letzten Wochenende nachtragen:

Kanutour II

Irgendjemand in unserer kleinen Wandergruppe kam auf die famose Idee man könnte die letzten schönen (und warmen) Wochenenden zum Campen nutzen.
Gesagt getan: für ein paar Euro haben wir kurzerhand die Campingreste eines Outletcenters aufgekauft: 2 Zelte mit Isomatte und Schlafsack für knapp 9€…kann man nichts sagen ;) – auch wenn das tolle Camouflage Design sicher eher abstoßend wirkt *g*

Nachdem es zu kurzfristigen Absagen unserer Fahrerinnen kam, mussten wir etwas umplanen und konnten erst am Samstag los – allerdings nur noch zu dritt (Vincent, Dominik und ich – übrigens alle von der TU München) und anstatt zu Wandern entschieden wir uns für eine weitere Kanutour mit der Hoffnung auf einer der kleinen Inseln übernachten zu können…
Allerdings hatten wir etwas den Wind unterschätzt – wie auch das Wetteramt: statt sonnigen 14°C gab es nur bewölkter Himmel bei 10°C und einen richtig kalten Nordwind.
Der Nordwind sorgte dann gleich einmal für viele Wellen als wir in „Vårdnäs Vägkors“ einstiegen.




...und so begann unsere Odyssee durch die kleinen Inseln entlang der Kindakanal Route (Verbindung zwischen Zentralschweden und Ostsee) Richtung Norden. Leider erwiesen sich einige Abkürzungen als Sackgassen und das Wetter wurde immer unbequemer.

Gegen Abend als wir an der ersten Staustufe des Kindakanal ankamen, entschied ich mich doch dazu, dass Abenteuer abzubrechen – mir war es trotz vieler Kleidungsstücke zu kalt, sodass ich nach 1,5h warten mit dem Bus nach Hause fahren konnte…(ich habe dennoch mal einige Bilder des nächsten Tages hochgeladen, obwohl ich ja nicht mehr dabei war).


Besuch aus Deutschland

Am Montag dann bekam ich dann noch Besuch aus Deutschland: Andy und Wolfi schauten für 4 Tage in Linköping vorbei.
Am Dienstag fuhren die beiden nach Norrköping – aber das kannte ich ja schon und man muss auch mal in die Uni gehen – und so war ich auch nicht dabei. Aber Andy hat zumindest versprochen einen kleinen Bericht zu schreiben, denn ich irgendwann diese Woche noch hinzufügen werde.
Am Mittwoch fuhren wir dann nach Motala am Vättern, dem zweitgrößten See Schwedens.




Hier einige Impressionen:


Park in Motala


Panorama über den Hafen von Motala (auf das Bild klicken um zu vergrößern)


Blick über den Vättern (auf das Bild klicken um zu vergrößern)  

Der See ist riesig und deshalb verwundert es nicht, dass es hier den „längsten Seestrand Skandinaviens“ (laut Reiseführer) gibt:



Am Ende ging es auf die andere Seite der Stadt um noch ein paar Fotos vom Götakanalschleusen zu schießen.



Im Studentenpub ließen wir dann den Tag bei Burger und Jazz ausklingen. Witziger weise trafen wir dann noch ein paar andere Deutsche (zufällig mit dem gleichen Flieger am Montag gekommen und zufällig aus Tübingen ;))




Meine Gäste

Am Donnerstag erkundeten die beiden Linköping (ich durfte in der Uni wieder was schaffa). Abends sind wir dann noch zum ersten Spiel Linköping in der Eishockeysaison 08/09 gegen MoDo.
Leider hatte ich die Zahlen auf den Eintrittskarten fehlinterpretiert sodass wir 7min zu spät kamen und ein Tor verpassten, aber wir sahen auch dennoch ein abwechslungsreiches Spiel – erstes drittel: 2:0 Führung für Linköping...



...dann 2-1 Anschluss (2tes Drittel)...



...und dann noch ein 2-2 (die roten Fans in der Mitte jubeln).
Zu guter letzt bekam auch Linköping noch einen Penalty (quasi Elfmeter;)) und welcher nicht verwandelt wurde:



Letztendlich gelangen ihnen aber noch 2 Tore …
Die Fans waren übrigens leiser und fairer als die Schwenninger Fans…;-)


Andy starrt auf die tollen Designprodukte von "Bang & Olufsen"

Am nächsten Tag war für die beiden ihr Schwedentrip zu Ende.
Ich hab mich aber trotz der kurzen Zeit sehr über euren Besuch gefreut. :-)

Donnerstag, 11. September 2008

Schwedische Besonderheiten (vielleicht sogar nur Teil 1 einer langen Reihe)...

Nach 5 Wochen Schweden und einer arbeitsreichen Woche - die allerdings nichts verwertbares für diesen Blog hervorgebracht hat - möchte ich jetzt mal ein wenig über die Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden schreiben:

- Essen: was in das Deutschland das “Wiener Schnitzel” ist, ist hier “Köttbullar” (Ikea Besuchern bestens bekannt ;)). “Köttbullar” sind Fleischbällchen mit Preiselbeermarmelade, Soße (das passt nihct wirklich aber mei!) und meistens Salzkartoffeln. Das Gericht gibt es fast überall. Sehr beliebt sind auch Hotdogs (ganz Schwedisch natürlich) - allerdings sind dies meist Wienerwürstchen die in ein Brötchen gesteckt werden - aber so, dass das Ketchup rausläuft - Fertig! Kein Salat oder Zwiebeln wie man es erwarten würde! Bon Appetit!

Wenn ich jetzt bei Hot Dogs bin: die Schweden haben irgendwie ein Faible für alte amerikanische (Sport-)Wagen. Hier ist es keine Seltenheit von nem Dodge oder nem Chrysler Pickup überholt zu werden (besonders am We).



Dabei ist in Schweden das Benzin kaum billiger als in Deutschland. Aber wer hier für einen Liter Alkohol auch ein Vermögen hinblättert muss, dem macht das wohl auch nix mehr aus.


-Alkohol: in Schweden gibt es ein staatliches Alkoholmonopol. D.h. Das Alkohol über 3,5% nur in den staatl. Läden des "Systembolaget" verkauft werden darf (zu den entsprechenden Preisen) und bei ganz eigenen Öffnungszeiten (Mittwochs und Sonntags zu. Schließen normal um 19h) ... Dennoch stört dies die Schweden kaum. Die Läden sind immer gut gefüllt.

- Die Läden in Schweden haben grundsätzlich jeden Tag offen (deshalb auch meine Verwunderung über den Systembolaget). Meist von 9-22h!



Meine Lieblingsschokolade: Schweizer Schokolade, made in Sweden :)

- Beim Bezahlen darf man sich dann mit einer weiteren Besonderheit ggü. Deutschland auseinader setzen: dem Geld
Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass sich die Schweden seit Jahren erfolgreich gegen den Euro wehren, haben sie auch noch so tolles Spielzeuggeld, dass absolut unlogisch aufgebaut ist:



NA!? Welche ist am meisten wert?
Genau: die zweite von rechts! Ca 1€ ist diese kleine Münze Wert, rechts von ihr liegt die 50 Öre Münze. Das sind rund 0,5 Cent :-D
Die linke Münze hat einen Wert von 50Cent und die Maße eines alten 5 DM Stücks. Man kann sich ja jetzt vorstellen wie schnell man den Geldbeutel mit ein paar dieser gängigen Münzen (die und 1 Kronemünzen dürften das sein; letztere ist die zweite von Links (10Cent)) voll hat und dieser dann zu explodieren droht!
Meine These ist deshalb, dass diese tollen Münzen zum Durchbruch der Kreditkarte hier in Schweden geführt haben.
Man kann nämlich in Schweden fast überall mit der KK zahlen - auch Kleinbeträge.
Die KK ist soweit verbreitet, dass in Supermärkten und z.B. Ikea sowohl spezielle Kreditkarten-Kassen bzw. Do-It-Yourself Kassen gibt – sprich: man scannt selbst ein und bezahlt mit KK ohne eine Kassierer(in) zu brauchen!
Unglaublich, dass die Schweden auch was gegen lange Schlangen erfunden haben!

(Was für eine Überleitung:)
- Das Queueing (engl. für anstehen) scheint hier die Lieblingsbeschäftigung der Schweden zu sein! In den meisten Geschäften gibt es diese sehr praktischen Abreißautomaten, welche einem eine Nummer verpassen!



Der Höhepunkt dieser Zettelwirtschaft habe ich im Vorfeld des Mando Diao Konzerts erfahren dürfen. Ich bekam eine Nummer für meinen Bürger (!!!) und dann wurde knapp 5min später meine Nummer aufgerufen und ich konnte endlich in den Burger reinbeißen!
Von sich selbst behaupten die Schweden sie würden nicht gerne anstehen, aber wer eine solche Anstehkultur entwickelt hat, wird wohl kaum ohne sie leben können!

- Englisch. Absolut krass finde ich hier die Verbreitung der englischen Sprache. Man kann sich mit fast jedem auf Englisch unterhalten - selbst mit der Putzfrau!
Der Grund für diese sehr starke Verbreitung ist einerseits im Schulsystem wie auch in der Popkultur zu suchen: jeder amerikanische Film wird auf Englisch mit schwedischem Untertitel gezeigt. Im Fernsehen dasselbe: 2/3 der Sendungen sind nur mit schwedischem Untertitel zu sehen! (dabei auch so Klassiker wie "American Idol")

- Alle Schweden sind blond: Nein, das stimmt definitiv nicht! Blond ist zwar dominierend aber es gibt auch andere Haarfarben ;-) Allerdings könnte dieses Vorurteil zumindest für die kleinen Schweden zutreffen: die Kinder sehen alle wie die Kinder aus den Michel oder Bullerbü Filme aus! (Anmerkung: in Schweden gibt es keinen Michel aus Lönneberga! Nur einen "Emil i Lönneberga" ;))

...to be continued

Grüße aus dem hohen Norden ;)
Tobi

Donnerstag, 4. September 2008

Mando Diao Konzert

Gestern gab es ausshließlich für die Studenten ein kleines Rockkonzert im Rahmen einer Job Messe.

Nachdem feststand, dass es sich hierbei um Mando Diao handelte, war klar, dass wir hin mussten ;)

So kamen wir in Genuß eines DER Aushängeschilder der schwedischen Rockmusik...und das kostenlos!

Tobi

P.S.: Die restliche Messe war langweilig ;)

P.P.S.: Kleine Erinnerung: moregn (Freitag), 5. September spielt Raphis Band "Töpelmann und Erben" im SWR "Kaffee und Tee"! Nicht verpassen ;)