Samstag, 23. August 2008

...zum Meer

Hej

jetzt melde ich mich auch mal wieder, nachdem eine anstrengende Woche zu Ende gegangen ist (und nein, es wurde nicht durch Lernen verursacht ;))

Am Montag musste ich mich erst Mal ein Fahrrad kaufen. Das Laufen ist schön und gut, aber in die Stadt runter sind es fast 4km und es dauert einfach zu lange bzw. ist doch Recht teuer wenn man mit dem Bus fährt
Für 700 Kronen habe ich dann zu geschlagen, aber mich dann 2 Tage später geägert: im Baumarkt weit draußen an der Autobahn gabs ein neues Mountain Bike für 800 Kronen. Danach ist man halt immer klüger...

Am Dienstag ging es früh los um noch ein Ticket für die Kanutour zu erhaschen...leider war ich nicht der einzige, der die Idee hatte und ging wie viele andere auch leer aus. Am Tag zuvor reichte es schon nicht fürs "München Hoben" (kleiner Oktoberfest abklatsch) und so war das lange anstehen umsonst gewesen. Zumindest hatte ich ne Karte fürs "Ärtor & Punsch" erhalten.Was das ist?

Nun ja, es handelte sich um ein traditionelles schwedisches Abendessen. D.h.: Bohnensuppe, Knäckebrot, Pfannkuchen und natürlich dem Punsch (hochprozentiger Alkohol, mit Zucker, Wasser und dazu noch Arrack)
Dazu noch gab es viel Abwechslung durch das dazu gehörige singen, dass durch die Aufforderung der Gäste gestartet wurde.
Die Nationen mit den meisten Austauschstudenten (Italiener, Franzosen, Spanier und Deutsche) mussten natürlich auch mal ne Runde singen, wobei landesgemäße Trinklieder zum besten gegeben wurden ;) (wir durften "eisgekühlter Bommerlunder" singen). Nach nem angenehmen Ausklang ging es am nächsten Tag dann nach Norrköping - ca. 30min mit dem Bus entfernt an der Ostsee gelegen...
Die Stadt wird unter anderem "Manchester Schwedens" genannt, weil sie das Zentrum der schwedischen Textilindustrie war und auch einige Parallelen aufweist - sowohl architektonisch wie auch geschichtlich (sprich: es gibt keine Textilindustrie mehr in Norrköping...)

Nachfolgend ein paar Bilder der Stadt (einfach auf den Pfeil klicken; wenn es zu schnell ist, könnt ihr durch klicken auf die Ecke rechts unten (Kreis )die Bilder einzeln anschaun; alternativ könnt ihr auch auf Pause drücken):


Am nächsten Tag durften wir mal wieder anstehen (so langsam hasse ich "Queueing" - oder wollen die uns hier erziehen?;))

Zumindest nutzten wir die Wartezeit und planten unsere erste Wanderung entlang der Ostsee.
Freitag morgen um 7.45h ging es dann los mit der knapp 2,5h Bus-, Bahn- und (nochmaligen) Busfahrt nach Vandermarsvik im Südosten Östergötlands.


Von dort ging es nochmals weiter nach Fyrudden - oder wie ich es nun nennen würde: Das Ende der Welt!

Gerade mal 5 Busverbindungen am Tag gibt es in dieser spärlich besiedelte Gegend (und das führte dazu, dass wir immer die Ziet im Auge behalten mussten, falls wir am selben Tag wieder heim wollten ;)).

Dieser Einsamkeit scheinen sehr viele Schweden und auch Deutsche erlegen zu sein - was man bei diesem tollen Ausblick auch absolut verstehen kann.

Von daher war es fast schon ne Störung dieser Idylle als wir dann zu 10t (ein Tscheche, 2 Österreicher, 7 Deutsche) in dem kleinen aber sehr schönen Hafen aufkreuzten.

 
Unsere Tour folgte einem Teil des Östgötaleden-Wanderwegs (wobei es nicht wirklich ein Weg war - vielmehr ein Trampelpfad) - Länge etwa 21km
Im ersten Abschnitt folgte der Ostseeküste bevor wie durch das Hinterland Richtung Vandermarsvik liefen - vorbei an Feuchtwiesen (Moore?) und durch die endlosen Kieferwälder. 
Im letzten Teil ging es dann etwas aufwärts zum Aussichtsberg - wobei man allerdings nur viel Wald sah ;)

Als uns um 19h dann der letzte Bus wieder zurück nach Linköping brachte, waren die meisten doch seeehr K.O ;)

Was für ne anstrengende Woche ;)

Tobi

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Heyho!
zwei Dinge will ich loswerden:
1) gibts in Schweden denn niemals einen Tag, an welchem keine Unheil verheißende, dunkle Wolken am Horizont zu erspähen sind?
2) kein Tobi auf den Bildern... bitte ausbessern ;-)
Gruß, Raphael